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Franz Jägerstätter?

Franz Jägerstätter war ein oberösterreichischer Bauer und Kriegsdienstverweigerer der Wehrmacht.

Am 6. Juli 1943 wurde er vor dem Reichskriegsgericht (RKG) in Berlin-Charlottenburg zum Tode verurteilt. Für seine Gewissensentscheidung wurde er am 9. August 1943 ermordet.

Franz Jägerstätter wurde 1907 in St. Radegund im oberösterreichischen Innviertel geboren. Er war der einzige in seinem Dorf, der 1938 gegen den Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland stimmte. Er sah den katholischen Glauben als mit dem Nationalsozialismus unvereinbar an. Im Sommer 1940 wurde er zum aktiven Wehrdienst bei der Wehrmacht eingezogen. Er leistete zwar seinen Grundwehrdienst ab, wurde aber anschließend als unabkömmlich zur Bewirtschaftung seines Hofs nach Hause entlassen. Dies geschah auf Betreiben des Bürgermeisters der Gemeinde, in der er mit seiner Familie lebte. Jägerstätter hatte inzwischen auch nicht mehr die Absicht, einer weiteren Einberufung nachzukommen.

Im Februar 1943 jedoch wurde Jägerstätter erneut zum Kriegsdienst einberufen. Im März 1943 erklärte er in der Kaserne seine Verweigerung des Kriegsdiensts. Jägerstätter wurde verhört, nach Linz und schließlich Anfang Mai nach Berlin-Tegel ins Wehrmachts-Untersuchungsgefängnis gebracht. Er begründete seine Kriegsdienstverweigerung mit seiner religiös-christlichen Haltung. Sein Glaube verbiete es ihm, Menschen zu töten. Aus dieser Haltung der Nächstenliebe heraus erklärte Jägerstätter, er sei bereit, als Sanitätssoldat Dienst zu tun. Darauf ging das Gericht nicht ein. Ihm wurde nur die Möglichkeit eingeräumt, die Verweigerung zurückzunehmen und dann in einer Strafkompanie Kriegsdienst zu leisten. Er lehnte das ab.

Anfang Juli 1943 wurde er vom Reichskriegsgericht in Berlin-Charlottenburg wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tode, zum Verlust der Wehrwürdigkeit und der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt und schließlich im Zuchthaus  Brandenburg an der Havel enthauptet. Franz Jägerstätter erklärte vor Gericht, er könne nicht gleichzeitig Nationalsozialist und Katholik sein - es gebe Dinge, wo man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen.