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| "Stern"-Titelbild: Soldaten feiern "Führers Geburtstag"
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Selbstgewählter Traditionsbezug der Bundeswehr
Wie die Bundeswehr sich ihre Tradition wählt, zeigt sich in Benennungen von Bundeswehrkasernen.
Namen von Wehrmachtssoldaten sind zahlreich vertreten, mehrheitlich
handelt es sich dabei nicht um Personen, die Widerstand geleistet
haben. Auch Benennungen nach Soldaten des kaiserlichen Heeres kommen
noch vor.
Die besondere Rolle, die der historische Ort des Bendlerblocks,
des heutigen Sitzes des Bundesministeriums der Verteidigung, spielt, zeigte sich bereits vor Jahren, als die Bundeswehr begann, auf den
dortigen Liegenschaften "feierliche Gelöbnisse" abzuhalten. "Traditionsreich" und immer dabei: das Wachbataillon.
Exemplarisch ist auch das Verhältnis der Bundeswehr zu den Offizieren des 20. Juli 1944 und die Weiterverwendung von Militärritualen.
Die Identifikation mit den Attentätern des 20. Juli ist die eine, die
modernisierte Seite der bundeswehreigenen Traditionspflege. Die andere, weniger modern wirkende,
zeigt sich beispielsweise in der mangelnden Distanz zu Ritterkreuzträgern.
Von 1996 stammend, aber grundsätzlich noch immer aktuell ist ein
Vortrag von Detlev Beutner, in dem er sich mit Gemeinsamkeiten und
Unterschieden von Militärjustiz und Wehrdisziplinarordnung der Bundeswehr (pdf-Download 82,2 KB) auseinandersetzt.
Grund zur kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart
der Bundeswehr geben auch die zahlreichen "Vorkommnisse" oder
"Einzelfälle", wie die bundeswehrinterne Bezeichnung für Mängel in der Inneren Führung, Schikanen und Übergriffe lautet.
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