|
|
 |
|
PRESSEINFO
 |
 |
Prozeß gegen den Totalverweigerer Oliver Blaudszun
Am 22.01.1996 findet um 13.00 Uhr vor dem Amtsgericht Tiergarten (Turmstraße) der Prozeß gegen Oliver Blaudszun statt.
Die Berliner Presse berichtet bereits über den Fall. Hier noch mal eine Kurzfassung:
Oliver Blaudszun verstand sich schon zu DDR-Zeiten als Totalverweigerer und leistete auch keinen Dienst als Bausoldat.
Wegen Republikflucht saß er schließlich 14 Monate in DDR-Haft. Die Stasi kündigte ihm dort an, er werde auch noch wegen seiner Totalverweigerung bestraft. Diese Stasi-Drohung machen nun die Bundeswehr und die BRD-Justiz wahr. Nachdem die Bundeswehr Olivers NVA-Musterung aus dem Jahr 1987 ausgegraben hatte, wurde er zum 03.01.1994 einberufen.
Oliver lebte zu der Zeit im Ausland, und seine Bemühungen, den Einberufungsbescheid aufheben zu lassen, waren vergebens. Es wurde ein Haftbefehl wegen Fahnenflucht ausgestellt. Am 27.11.1995 wurde er am Flughafen Frankfurt verhaftet und sitzt seitdem in U-Haft.
Ein Antrag auf Haftverschonung wurde wegen Fluchtgefahr vom Richter abgelehnt, obwohl Olivers Großeltern sich für sein Erscheinen zum Prozeß verbürgt hatten.
Das Vorgehen von Bundeswehr und Justiz gegen Oliver Blaudszun ist skandalös und sollte öffentlich bloßgestellt werden. Wir bitten deswegen alle interessierten Journalisten, am Montag zum Prozeß zu kommen.
|
|

Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029 |
|