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PRESSEINFO
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Nummer: 11/96
AutorIn: Matthias Mücke, Andreas Schroth
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 23.02.1996
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Kriegsdienstverweigerung - 5 Tage Bundeswehrarrest für kurdischen Kriegsdienstverweigerer
Seit fünf Tagen sitzt der kurdische Kriegsdienstverweigerer Kenan Aldag in der „Heinrich der Löwe“ - Kaserne in Braunschweig im Arrest. Aldag war seit dem 03. Juli 1995 eigenmächtig von der Truppe abwesend und wurde Anfang Februar von Feldjägern in die Kaserne nach Braunschweig überführt. Kenan Aldag versteht sich als Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen und hat aus diesem Grunde jeden Befehl verweigert.
Der Skandal besteht darin, daß Aldag nie über sein Grundrecht auf Kriegsdienstverweigerung informiert wurde.
Die Bundeswehr, obwohl sie weiß, daß Aldag inzwischen einen Kriegsdienstverweigerungsantrag gestellt hat, verschärfte gestern die Arrestbedingungen und sieht keinen Anlaß, Aldag aus dem Arrest zu entlassen.
Dies stellt einen eklatanten Eingriff der Bundeswehr in die Grundrechte von Kenan Aldag dar. Die Bundeswehr setzt damit die Forderung einiger Politiker nach Verschärfung des Kriegsdienstverweigerungsrechts eigenmächtig in die Tat um.
Kontakt: Kompaniefeldwebel Zimmermann
4./ Panzerbataillon 24
„Heinrich der Löwe“-Kaserne Braunschweig
Tel.: 0531/2715441
Vermittlung: 0531/2715-0
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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