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PRESSEINFO

Nummer: 18/96

AutorIn: Andreas Schroth, Matthias Mücke

eMail: info@Kampagne.de
Datum: 01.04.1996

Rekrutenzugblockade in Berlin
„Kein Ehrenschutz für Mörder“

Heute gegen 11.25 Uhr haben AntimilitaristInnen der Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär einen Zug, der Rekruten zu den Kasernen in Norddeutschland bringen soll, gewaltfrei und phantasievoll blockiert. Als Protest gegen die beabsichtigte Einschränkung des Grundrechts auf freie Meinungsäußerung wurde ein Transparent mit der Aufschrift „Kein Ehrenschutz für Mörder“ entrollt.

Der Bundesgrenzschutz drängte nach etwa einer halben Stunde die Pressevertreter ab und begann, die friedlichen Blockierer vom Gleis zu „räumen“.

Anlaß für den Protest ist die heutige Einberufung von 34 800 jungen Männern zum Grundwehrdienst bei der Bundeswehr - darunter sind allein 1.750 Grundwehrdienstpflichtige aus Berlin.

Die Disziplinierung von jungen Männern durch Befehl und Gehorsam und die Tatsache, daß diese jungen Männer zum Töten von Menschen ausgebildet werden, stellten und stellen eine Gefahr für jede demokratische Gesellschaft dar.

Die „Schule der Nation“ erzieht ihre „Schüler“ zu Unmündigkeit und Obrigkeitsdenken. Das allein sollte Grund genug sein, endlich dem Beispiel vieler westlicher Demokratien zu folgen und die allgemeine Wehrpflicht ersatzlos abzuschaffen.


Pressestelle

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