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PRESSEINFO
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Nummer: 19/96
AutorIn: Matthias Mücke, Andreas Schroth
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 11.04.1996
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Öffentliches Gelöbnis bannen
Proteste und Aktionen gegen das erste öffentliche Gelöbnis
seit dem 2. Weltkrieg in Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie wir aus bundeswehrinternen Informationen erfahren haben, plant die Bundeswehr für Freitag, den 31. Mai 1996 am Schloß Charlottenburg das erste öffentliche Gelöbnis seit dem 2. Weltkrieg in Berlin.
Mehrere hundert Rekruten sollen beschützt von mehr als 2.000 Polizeibeamten vor erhofften 25.000 Zuschauern und Prominenz ein öffentliches Gelöbnis ihrer soldatischen Treue ablegen.
Berlin war der Ausgangspunkt des deutschen Militarismus und sollte deswegen niemals mehr zu einem Ort öffentlicher Militärverherrlichung mißbraucht werden.
Angesichts der größten Legitimationskrise der Bundeswehr, angesichts der höchsten Verweigerungsraten seit Bestehen der Bundesrepublik und eingedenk der Umstrukturierung der Bundeswehr von einer „Heimatverteidigungsarmee“ hin zu einer Interventionsarmee im Namen der humanitären Hilfe stellen öffentliche Gelöbnisse den martialischen Versuch dar, das schlechte und ramponierte Image der Armee aufzubessern.
Die Kampagne fordert alle bundeswehrkritischen und antimilitaristischen Kräfte auf, sich in einem Bündnis gegen das Gelöbnis zu engagieren.
Wir kündigen hiermit zahlreiche Protest- und Störaktionen gegen dieses unzeitgemäße Militärspektakel an.
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029 |
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