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PRESSEINFO
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Nummer: 29/96
AutorIn: Christian Herz, Sabine Schaaf
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 31.05.1996
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Richtigstellung zu den Protestaktionen gegen das erste öffentliche Gelöbnis nach dem 2. Weltkrieg in Berlin.
An den heutigen Protestaktionen gegen das „öffentliche feierliche Gelöbnis“ beteiligten sich ca. 2.000 - 3.000 DemonstrantInnen.
Der völlig überdimensionierte und brutale Polizeieinsatz führte nach vorläufigen Erkenntnissen des Ermittlungsausschusses und der Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär zu etwa 80 Festnahmen. 25 der Demonstranten sind bereits wieder frei. Mehrere Personen wurden verletzt, eine befindet sich noch im Krankenhaus.
Es ist den „Sicherheitskräften“ nicht gelungen, den Protest und die angekündigten Störaktionen zu unterbinden. Auch wenn die Gelöbniszeremonie leider nicht verhindert werden konnte, so wurde sie doch empfindlich gestört - und die Diskussion über den Sinn und Unsinn von militärischen Ritualen wurde weit über Berlin und den konkreten Anlaß hinaus angestoßen.
Die extremen Sicherheitsvorkehrungen (um das Schloß Charlottenburg wurde eine Bannmeile eingerichtet, in der Sicherheitsstufe I galt) haben das geplante öffentliche Gelöbnis in ein geschlossenes verwandelt.
Die Verantwortlichen - Militärs wie Politiker - werden intensiv darüber nachdenken müssen, ob sie eine solche Veranstaltung noch einmal zelebrieren.
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029 |
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