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PRESSEINFO

AutorIn: Lothar Eberhardt, Ralf Siemens

eMail: info@Kampagne.de
Datum: 03. 07. 1997

Franz Jägerstätter
Ausstellung zu seinem Leben und Wirken
Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär und das Aktionsbündnis Potsdamer Appell begrüßen die Anbringung einer Gedenktafel zu Ehren des Kriegsdienstverweigerers Franz Jägerstätter am Freitag, dem 4. Juli 1997.

Die Kampagne ist Mitinitiatorin der Gedenktafelinitiative. Eine genehmigte Anbringung der Gedenktafel fuer den
6. Juli 1995 haben die Bundesministerien für Finanzen und Justiz eine Woche vorher untersagt. Grund für ihre Intervention war die Auflistung der vier Initiatoren auf der Gedenktafel. Nach inoffiziellen Angaben löste die Nennung der Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär die ergangene Weisung an das Bundesvermögensamt aus, diese Gedenktafel nicht anzubringen.

Das Aktionsbündnis Potsdamer Appell setzt sich für die Rehabilitierung aller NS-Militärjustizopfer und aller anderen vergessenen NS-Opfer ein. Die noch lebende Witwe Franz Jägerstätters, Franziska Jägerstätter, ist Erstunterzeichnerin des Potsdamer Appells. Das Aktionsbündnis unterstützte die Familie Jägerstätter bei der Aufhebung des NS-Unrechtsurteils. Das Todesurteil gegen Franz Jägerstätter wurde am 7. Mai 1997 vom Landgericht Berlin aufgehoben.

Am 6. Juli 1997, dem 54. Jahrestag seiner Verurteilung zum Tode durch das ehemalige Reichskriegsgericht, wird die Ausstellung zum Leben und Wirken Franz Jägerstätters um 19 Uhr in den Räumen der Kampagne eröffnet. Der für seine Radiofeatures bekannte Klaus Ihlau wird sein preisgekröntes Feature mit Diaprojektion „Besser die Hände gefesselt als der Wille“ aufführen.

Die Ausstellung wird vom 7. Juli bis zum 8. August 1997 von montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Ralf Siemens
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär

Lothar Eberhardt
Aktionsbündnis Potsdamer Appell

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