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PRESSEINFO
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Verbrechen der Wehrmacht in Jugoslawien 1941 - 1944
Ausstellung vom 7. Mai bis 20. Juni 1997 in Berlin
Presseempfang 6. Mai 1997, 11 Uhr
Hauptgebäude der TU Berlin, Lichthof
Straße des 17. Juni 135
Der VeranstalterInnenkreis der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht in Jugoslawien 1941 - 1944“ hält an dem Eröffnungsort in der Technischen Universität Berlin fest. Der Präsident der TU, Prof. H.J. Ewers, hat den Antrag auf Räume nicht genehmigt. Wir werten dies als einen Akt der politischen Zensur. Dem AStA der TU als Eröffnungsveranstalter wird durch die versagte Genehmigung das Recht auf die Wahrnehmung ihres politischen Mandats verwehrt.
Die aktuellen Auseinandersetzungen um die Ausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung „Verbrechen der Wehrmacht 1941 - 1944“ belegen die Notwendigkeit, die Diskussion um die Rolle und um die Verbrechen der Wehrmacht zu führen. Diese Diskussion muß auch innerhalb der Technischen Universität geführt werden, wie es das Verhalten ihres Präsidenten beweist. Seine Begründung für die Nichtgenehmigung, durch die geplante Ausstellung wolle er den „Ruf der Technischen Universität nicht ramponieren“ lassen, reiht sich in die Kontinuität deutscher Geschichtsaufarbeitung ein. Dokumentiert werden von deutschen Soldaten aufgenommene Fotos von Hinrichtungen, Faksimile-Artikel des „Völkischen Beobachters“ aus den Tagen des Überfalls auf Jugoslawien, interne Dienstvorschriften sowie Fotos von Konzentrationslagern und Hinrichtungsstätten. Daß eine solche Dokumentation 52 Jahre nach Kriegsende den „Ruf“ der TU schädigen soll, ist skandalös. Die sofortige Genehmigung der Ausstellung durch den Präsidenten H.J. Ewers ist nötig, um weiteren Schaden für die Freiheit von Forschung und Lehre an der TU abzuwenden.
Wir möchten Ihnen vorab die Gelegenheit geben, sich über die Inhalte der Ausstellung ein Bild zu machen. Pressefotos stehen ebenso zur Verfügung wie es die Möglichkeit gibt, eigene Aufnahmen vorzunehmen.
Für den VeranstalterInnenkreis
Ralf Siemens
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029 |
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