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PRESSEINFO
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Nummer: 18/99
AutorIn: Ulrike Gramann, Christopher Steinmetz
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 01.06.1999
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Trend zur Kriegsdienstverweigerung ungebrochen
Trotz der demographisch geringeren Jahrgangsstärken bleiben die KDV-Zahlen auf hohem Niveau. Allein in den ersten vier Monaten des Jahres verweigerten wieder 61.279 Wehrpflichtige den Kriegsdienst an der Waffe (Vorjahreszeitraum 60.747). Signifikant ist dies vor allem unter Berücksichtigung der abnehmenden Jahrgangsstärken.
In Berlin ist der Trend noch stärker als in der gesamten BRD. IM Vergleich zu den entsprechenden Monaten des Vorjahres ist ein drastischer Anstieg der KDV-Zahlen zu beobachten – bei weniger Musterungen: 847 im Januar (Vorjahr 619), 681 im Februar (602) und 821 im März (645).
Am deutlichsten aber wird diese Entwicklung bei den Reservisten. Nach Beginn des Angriffskrieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien am 23.3.99 verdoppelte sich die Zahl der Anträge im April auf 251 (März 1999: 117). Diese Reservisten haben sich gegen den Krieg entschieden.
Von ihrem Recht auf Kriegsdienstverweigerung machen die jungen Wehrpflichtigen also auch weiterhin Gebrauch. Die Wähler von morgen lassen sich nicht für die rotgrüne Kriegspropaganda vereinnahmen, sich gerade jetzt auf ihre „internationale Pflicht“ besinnen zu müssen. Die 98‘er Medienoffensive der Bundeswehr und die Propaganda für den Angriffskrieg gegen Jugoslawien bewirkten keinen Rückgang der Verweigerungen.
Jeder Kriegsdienstverweigerer setzt ein Zeichen gegen den Krieg.
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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