600.000 Wehrpflichtige zu viel
Wehrungerechtigkeit stellt Wehrpflicht in Frage
Einladung zur Pressekonferenz
am 31. Mai 2001 um 11.00 Uhr
im Haus der Demokratie
Zahlen des Bundesverteidigungsministeriums belegen erstmals offiziell, dass noch 600.000 Wehrpflichtige aus den Jahrgängen 1973 bis 1982 zum Wehrdienst einberufen werden können.
Die Planungen des Bundesverteidigungsministeriums für die nächsten fünf Jahre erlauben es jedoch lediglich, 560.300 Wehrpflichtige einzuberufen. Damit hätten im Jahre 2005 immer noch nicht alle verfügbaren Wehrpflichtigen der Jahrgänge 1973 bis 1982 ihren Wehrdienst geleistet.
Gleichzeitig verdeutlichen diese Zahlen, dass auf die nachfolgenden geburtenstarken Jahrgänge 1983 bis 1987, das sind 2,1 Millionen junge Männer, gänzlich verzichtet werden muß. Damit ist ein Normalmaß an Wehrgerechtigkeit nicht mehr garantiert.
Das Verfassungsgebot der Wehr- und Dienstgerechtigkeit wird angesichts dieser aktuellen Zahlen bereits heute auf eklatante Weise verletzt. Das derzeit herrschende Mißverhältnis zwischen der Zahl der verfügbaren Wehrpflichtigen und der Zahl der möglichen Einberufungen stellt die Wehrpflicht grundsätzlich in Frage und wird notwendigerweise zu ihrer Abschaffung führen.
Wir laden Sie zu unserer Pressekonferenz herzlich ein, um Ihnen die genauen Zahlen vorzulegen und zu erläutern. Außerdem wollen wir Ihnen konkrete Einzelfälle vorstellen, die diese ungerechte Praxis dokumentieren.
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