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PRESSEINFO
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Nummer: 17/01
AutorIn: Andreas Schroth
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 31.05.2001
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Schon heute 600.000 Wehrpflichtige zu viel
Verteidigungsminister Scharping kann in den nächsten fünf Jahren nur 560.000 von 1,7 Millionen verfügbaren Wehrpflichtigen einberufen
Diese Zahlen, die das Bundesministerium der Verteidigung veröffentlicht hat (BTDS 14/ 5857), verdeutlichen das eklatante Missverhältnis zwischen der Zahl der verfügbaren Wehrpflichtigen und der Zahl der vorhandenen und besetzbaren Dienstposten bei der Bundeswehr.
Das aktuelle von der Hardthöhe herausgegebene Zahlenmaterial war Teil der Beantwortung einer kleinen Anfrage, welche die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär über die PDS-Fraktion im Bundestag zum Thema Wehrgerechtigkeit gestellt hatte.
Im Rahmen eines Pressegepräches erläuterte Matthias Mücke die vorliegenden Zahlen und ergänzte sie um folgende Prognose:
„Zu den 600.000 Wehrpflichtigen, die schon heute zu viel sind, kommen pro Jahr mehr als 420.000 junge Männer, die ebenfalls wehrpflichtig werden, weil sie ihr 18. Lebensjahr vollenden. Diesen mehr als 420.000 Wehrpflichtigen stehen in naher Zukunft aber nur 90.000 mögliche Einberufungen zur Bundeswehr gegenüber.“
Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär zieht daraus folgenden Schluss:
600.000 Wehrpflichtige, die bereits heute nicht einberufen werden können, obwohl sie verfügbar sind, 1,6 Millionen Wehrpflichtige, die in zehn Jahren keinen Wehrdienst geleistet haben werden, obwohl sie verfügbar gewesen wären – diese Zahlen lassen nur einen Schluss zu: die sofortige Abschaffung oder Aussetzung der allgemeine Wehrpflicht in Deutschland.
Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär hat zu diesen Zahlen ein Hintergrundpapier erstellt, das Sie gerne bei uns bestellen können.
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029 |
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