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PRESSEINFO
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Nummer: 05/03
AutorIn: Michael Behrendt
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 07.02.2003
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189.644 Kriegsdienstverweigerungsanträge im Jahr 2002
Deutschland Weltmeister im Verweigern!
Im Jahr 2002 haben in der Bundesrepublik 189 644 Wehrpflichtige einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt, das sind 7224 Anträge mehr als im letzten Rekordjahr 2001. Damit verweigert mittlerweile circa die Hälfte eines Wehrpflichtigenjahrgangs den Kriegsdienst an der Waffe.
Im Bereich der Kriegsdienstverweigerung gibt es damit schon wieder ein Rekordjahr. Dies läßt Rückschlüsse auf die schwindende Akzeptanz gegenüber dem Militärdienst zu, der in seiner Ausgestaltung mit immer höheren Risiken für die Betroffenen verbunden ist. Der Umbau der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee ist weitgehend abgeschlossen. Die Akzeptanz unter den Wehrpflichtigen für eine Bundeswehr, die im Ausland kämpft, fehlt jedoch. Jeder Wehrpflichtige unterstützt mit seinem Wehrdienst die Bundeswehr im Auslandseinsatz und damit den Trend zur militärischen Konfliktbearbeitung.
Deutschland hat weltweit die meisten Verweigerer pro Jahr. Die Wehrpflicht wird durch die stetig steigende Anzahl von Verweigerern ausgehöhlt. Auf der anderen Seite führt dies dazu, daß jeder Wehrpflichtige der tauglich gemustert ist, auch von den Behörden gequält und gejagt wird, damit die Kasernen weiter aufgefüllt werden können.
Wir begrüßen die Entwicklung im Bereich der Kriegsdienstverweigerung und fordern alle tauglich gemusterten Wehrpflichtigen dazu auf, den Kriegsdienst an der Waffe zu verweigern.
Bei Problemen mit der Wehrpflicht bieten wir jedem Betroffenen unsere Unterstützung an.
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Pressestelle
Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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