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PRESSEINFO
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Geschichtsverdrehung 20. Juli
Teil 3: Recht und Menschenwürde
"Widerstand als wichtige Traditionslinie" lautete der Titel der Rede, die Bundesverteidigungsminister Peter Struck am 20. Juli 2002 anlässlich des Rekrutengelöbnisses in Berlin hielt. Darin sagte er in Bezug auf die Attentäter:
"Die Männer des Widerstandes handelten in der Überzeugung, dass die Herrschaft des Rechts und die Achtung der Menschenwürde wieder hergestellt werden müssen."
Darunter verstand General Carl-Heinrich von Stülpnagel, Oberbefehlshaber der 17. Armee und Mitverschworener der Attentäter, offensichtlich die Teilnahme an der so genannten Partisanen- oder Bandenbekämpfung, in deren Rahmen Tausende, zumeist unbeteiligte und unbewaffnete Zivilpersonen ermordet wurden. Aus einem von ihm unterzeichneten Befehl mit dem Betreff "Behandlung feindl. Zivilpersonen (Partisanen, jugendlicher Banden) und der Kriegsgefangenen":
"Soweit die auslösende Tat der ukrainischen Ortseinwohnerschaft nicht nachgewiesen werden kann, sind die Ortsvorsteher anzuweisen, in erster Linie kommunistische und jüdische Einwohner zu nennen. Durch solchen Druck soll die Bevölkerung zur Anzeigepflicht gezwungen werden.
Dabei muss berücksichtigt werden, dass die aktiven älteren Kommunisten zum größten Teil geflohen sind oder sich in benachbarter Gegend so verborgen halten, dass sie für raschen Zugriff nicht erreichbar sind.
Zahlreicher zurückgeblieben sind die Angehörigen der russ. Staatsjugend (Komsomolzen): Auf sie kann bei Notwendigkeit raschen Zugriffs notfalls zurückgegriffen werden. Besonders die jüdischen Komsomolzen sind als Träger der Sabotage und Bandenbildung Jugendlicher anzusehen."
Befehl vom 30. Juli 1941 Quelle: BA-MA Freiburg, RH 20-17/276 Gedruckt in: Gerd R. Ueberschär, NS-Verbrechen und der militärische Widerstand gegen Hitler. Darmstadt 2000, S. 172 ff.
Biographien der Attentäter
Die Kampagne ist Teil des Netzwerks gegen das Gelöbnis. |
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Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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