Home
Kampagne
Wehrpflichtinfos
Spenden
Materialien
Verein
Links

   


Kampagne gegen
Wehrpflicht, Zwangs-
dienste und Militär

Kopenhagener Str. 71
10437 Berlin

Kontakt
 
 
 
 
Presse

Presse 2008
Presse 2007
Presse 2006
Presse 2005
Presse 2004
Presse 2003
Presse 2002
Presse 2001
Presse 2000
Presse 1999
Presse 1998
Presse 1997
Presse 1996
illoyal
Presseberichte
 
 
 

PRESSEINFO

Nummer: 09/06

AutorIn: Ralf Siemens

eMail: info@Kampagne.de
Datum: 19.10.2006

Nichts hören, nichts sehen, nichts wissen wollen
Kriegskumpanei zwischen KSK und Politik beenden


Die Geheimhaltungspolitik über Einsätze des Kommandos Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr erfolgt nicht aus militärischen sondern aus politischen Gründen. Das Argument, die Geheimnistuerei sei notwendig, um die Soldaten vor zusätzlichen Gefahren zu schützen, ist vorgeschoben. Eine parlamentarische Kontrolle ist nicht gewollt.

Die politischen Befehlshaber stehlen sich bequem aus der Verantwortung für die Konsequenzen verdeckter, nichtöffentlicher Kommandoeinsätze. Was ich nicht sehe und höre, kann ich nicht wissen. Und wenn etwas bekannt wird, wie aktuell im Fall Murat Kurnaz, können sich die Verantwortlichen unwissend und überrascht zeigen, und zur Not die Verantwortung auf den Verteidigungsminister, im aktuellen Fall bequem auf einen bereits zurückgetretenen Minister, schieben.

Die Verantwortung für eine Parlamentsarmee haben aber insbesondere die Abgeordneten. Und wenn der Bundestag in seiner Mehrheit die Desinformationspolitik des Wehrministeriums akzeptiert, dürfen sich Abgeordnete nicht wundern, überrascht zu werden. Für den Wehrbeauftragten, der den Bundestag bei der parlamentarischen Kontrolle unterstützen soll, scheint das KSK gar nicht existent zu sein. In den Jahresberichten seit 2002 gibt es nicht eine Silbe zu den Einsätzen.

Das KSK ist für die geheime Kriegsführung geschaffen worden. Ausgebildet im instinktiven Schießen, zum lautlosen Töten, Anlegen von Sprengfallen, zum unbemerkten Eindringen tief ins Operationsgebiet werden sie auch zu irregulären Kriegshandlungen herangezogen. Einsätze, die sich einer parlamentarischen Kontrolle grundsätzlich entziehen, selbst wenn diese gewünscht wäre. Unkontrollierbares Handeln und die Herausbildung eines elitären Korpsgeistes sind die Konsequenz.

Es kann nur eine Lösung geben: Das Kommando Spezialkräfte muss aufgelöst werden.

Pressestelle

Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
Kopenhagener Str. 71 - 10437 Berlin
Tel: 030/44013014 - Fax: 030/44013029