Totalverweigereraktion
gegen Krieg und Zwangsdienste
Heute,
am internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung, wird sich der
Totalverweigerer Jonas Grote mit einer Aktion gewaltfreien zivilen Ungehorsams
den Militärbehörden stellen.
Jonas
wird sich an das Tor der "General-Kammhuber-Kaserne" in Karlsruhe
ketten. Mit dieser Aktion weist er darauf, wie der Staat junge Menschen über
die Wehrpflicht an den Kriegsdienst kettet.
Jonas
wurde zum 1. April 2007 zur Bundeswehr einberufen, trat den Dienst nicht an und
ist seit dem fahnenflüchtig. Aus Nächsten- und Feindesliebe kann er mit ruhigem
Gewissen keinen Kriegsdienst leisten. Der Zivildienst ist ein ziviler
Kriegsdienst - ohne Waffe - und somit für Jonas keine Alternative. Seiner
Meinung nach ist die Wehrpflicht verfassungswidrig, da sie Menschen gegen ihr
Gewissen zum Kriegsdienst zwingt, ungerecht behandelt und ihre Würde verletzt.
Darauf will Jonas aufmerksam machen, um die Abschaffung dieser Dienste
voranzubringen.
Für
weitere Informationen ist Jonas mobil unter der Nummer 0151
58154058 zu erreichen.
Hintergrund:
General-Kammhuber Kaserne in Karlsruhe. General
Josef Kammhuber war 1914 Kriegsfreiwilliger und wurde Berufssoldat. 1923
weigerte er sich, gegen Hitlers Putsch in München vorzugehen. Als Chef des
Luftwaffen-Organisationsstabs, Kommandeur von Kampfgeschwadern und Luftflotten
kämpfte er bis zur Kapitulation der Wehrmacht für Nazi-Deutschland. 1956 wurde
er in die Bundeswehr aufgenommen und wurde u.a. Inspekteur der Luftwaffe. |