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PRESSEINFO
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Nummer: 03/07
AutorIn: Michael Behrendt
eMail: info@Kampagne.de
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Datum: 23.05.2007
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Totalverweigerer
muss für 21 Tage in Arrest
Heute
um 15 Uhr wird der totale Kriegsdienstverweigerer Jonas Grote für 21 Tage in
Arrest genommen. Der zum 1. April einberufene Wehrpflichtige hat sich
vergangene Woche dem Militär gestellt und die Aufnahme des Dienstes verweigert.
Sein Disziplinarvorgesetzter hat daraufhin eine Strafe von 21 Tagen Arrest
beantragt. Das zuständigen Truppendienstgericht ist diesem Antrag gefolgt.
Die
Militärärzte seiner Einheit, die Heeresfliegerstaffel 269 in der
Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth bei Nürnberg, stellten heute die
Arrestfähigkeit fest. Jonas
kündigte auf Grund seiner Arrestierung an, die Nahrungsaufnahme zu verweigern.
Die Militärärzte drohten mit der Verlegung in eine geschlossene psychiatrische
Anstalt und mit einer Zwangsernährung.
Die
Praxis der Bundeswehr ist es, unbeugsame Kriegsdienstgegner, die sich dem
Dienst dauerhaft und grundsätzlich verweigern, mehrfach hintereinander zu
arrestieren. Erst nach mindestens 63 Tage dieser Isolationshaft werden sie
üblicherweise aus dem Arrest entlassen und es wird ein Dienstverbot ausgesprochen. Mit
dem Mittel der Isolationshaft versucht die Bundeswehr Totalverweigerer zu
brechen.
Der
Umgang mit Totalverweigerern ist grundsätzlich skandalös und missachtet
mehrfach die Grundrechte der Betroffenen.
Selbst
Gehorsam verweigernden Zeit- und Berufssoldaten muss nach einer Entscheidung
des Bundesverwaltungsgerichts eine gewissensschonende Handlungsalternative
ermöglicht werden, wenn sie eine Gewissensentscheidung getroffen haben.
Totalverweigernde Wehrpflichtige werden stattdessen in Arrest genommen. Die
einzige gewissensschonende Behandlung durch das Militär ist die sofortige
Entlassung aus der Bundeswehr, um das Grundrecht auf Gewissensfreiheit zu gewähren.
Jonas
Grote und seine Vorgesetzten sind zu erreichen unter
09171 - 83-2159 (UvD) in
der Heeresfliegerstaffel 269, Otto-Lilienthal-Kaserne, 91154 Roth
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Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär
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