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PRESSEINFO

Nummer: 05/07

AutorIn: Michael Behrendt

eMail: info@Kampagne.de
Datum: 04.07.2007

Totaler Kriegsdienstverweigerer aus der Bundeswehr entlassen

Der Totalverweigerer Jonas Grote ist frei. Gestern konnte er am späten Nachmittag die Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth bei Nürnberg nach insgesamt 42 Tagen Bundeswehrarrest als freier Mensch verlassen.

Auf Weisung des Bundesministeriums der Verteidigung wurde er nach § 29 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Wehrpflichtgesetz entlassen. In der Entlassungsbegründung wurde darauf hingewiesen, dass nach seinem bisherigen Verhalten durch sein Verbleiben in der Bundeswehr die militärische Ordnung ernstlich gefährdet sei. Außerdem sei durch die Nachahmungsgefahr die Funktionsfähigkeit der Truppe gefährdet.

In Gefahr ist jedoch nicht die militärische Ordnung der Truppe, sondern das Grundrecht auf Gewissensfreiheit. Die Bundeswehr berief Jonas Grote ein, obwohl er bereits bei der Musterung offen zu seiner Einstellung zum Kriegsdienst stand.

Der Umgang mit konsequenten Kriegsdienstverweigerern durch die Bundeswehr ist Ausdruck der menschenrechtswidrigen Wehrpflicht und des inneren Gefüges militärischer Organisationen. Es ist ein Skandal, dass Totalverweigerer wochenlang arrestiert werden, um sie zum soldatischen Dienen zu zwingen und somit zum Töten auszubilden.

Es ist bezeichnend, dass opportunistisches untertäniges Verweigerungsverhalten von Wehrpflichtigen vielfach mit Ausmusterungen und großzügigen Freistellungen honoriert wird und Menschen, die sich offen gegen ihre militärische Einplanung wehren, einberufen und arrestiert werden.

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