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PRESSEINFO

Nummer: 07/07

AutorIn: Michael Behrendt

eMail: info@Kampagne.de
Datum: 10.07.2007

Kriegsdienstverweigerer am Wochenende durch Bundeswehrfeldjäger verschleppt

Der neunzehnjährige totale Kriegsdienstverweigerer Alexander Hense ist zum 2. Juli 2007 einberufen worden. Er trat den Dienst nicht an. Am Samstag wurde Alexander um 23.30 Uhr von Feldjägern in der elterlichen Wohnung in der Nähe von Karlsruhe abgeholt. Am Sonntag früh wurde er nach Bad Frankenhausen in Thüringen zu seiner Grundausbildungseinheit gebracht und sofort eingesperrt. Gestern wurden durch seine militärischen Vorgesetzten die ersten 7 Tage Arrest verhängt.

Alexander hat, wie schon kürzlich Jonas Grote, vor seiner Einberufung seine totale Kriegsdienstverweigerung angekündigt. Er teilte seinem zuständigen Kreiswehrersatzamt mit, dass er den Kriegsdienst weder antreten noch einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen wird. Wenige Tage später antwortete das Kreiswehrersatzamt mit einer heimatfernen Einberufung.

Alexander Hense: "Einen Menschen seiner Grundrechte derart zu berauben, wie es die Wehrpflicht tut - ohne seine Einwilligung und ohne jegliche Schuld seinerseits - sollte verboten sein und unter Strafe stehen."

Totalverweigerer werden wegen ihrer Verweigerungshaltung in der Regel 63 Tage mit Bundeswehrarrest bestraft, bevor sie aus der Truppe entlassen werden. Anschließend werden sie zusätzlich wegen oft mehrerer Straftatbestände, wie "Gehorsamsverweigerung", "eigenmächtige Abwesenheit" und "Fahnenflucht", vor Gericht gestellt.

Nähere Informationen über Alexanders Verbleib und Behandlung können über seine Einberufungseinheit erfragt werden:
Rekrutenkompanie 5, Seehäuser Str. 60, 06567 Bad Frankenhausen, Telefon: 034671-534712
Sollte die Auskunftsfreudigkeit der Militärs begrenzt sein, können sie sich gerne vertrauensvoll an uns wenden!

Hintergrundinfos zu Alexander Hense gibt es hier:
http://realsatire.gmoc.de/


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